Java SE 8 Standard-Bibliothek  
Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.
 
Inhaltsverzeichnis


Vorwort
1 Neues in Java 8 und Java 7
2 Fortgeschrittene String-Verarbeitung
3 Threads und nebenläufige Programmierung
4 Datenstrukturen und Algorithmen
5 Raum und Zeit
6 Dateien, Verzeichnisse und Dateizugriffe
7 Datenströme
8 Die eXtensible Markup Language (XML)
9 Dateiformate
10 Grafische Oberflächen mit Swing
11 Grafikprogrammierung
12 JavaFX
13 Netzwerkprogrammierung
14 Verteilte Programmierung mit RMI
15 RESTful und SOAP-Web-Services
16 Technologien für die Infrastruktur
17 Typen, Reflection und Annotationen
18 Dynamische Übersetzung und Skriptsprachen
19 Logging und Monitoring
20 Sicherheitskonzepte
21 Datenbankmanagement mit JDBC
22 Java Native Interface (JNI)
23 Dienstprogramme für die Java-Umgebung
Stichwortverzeichnis

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Java SE 8 Standard-Bibliothek von Christian Ullenboom
Das Handbuch für Java-Entwickler
Buch: Java SE 8 Standard-Bibliothek

Java SE 8 Standard-Bibliothek
Pfeil 7 Datenströme
Pfeil 7.1 Stream-Klassen für Bytes und Zeichen
Pfeil 7.1.1 Lesen aus Dateien und Schreiben in Dateien
Pfeil 7.1.2 Byteorientierte Datenströme über Files beziehen
Pfeil 7.1.3 Zeichenorientierte Datenströme über Files beziehen
Pfeil 7.1.4 Funktion von OpenOption bei den Files.newXXX(…)-Methoden
Pfeil 7.1.5 Ressourcen aus dem Klassenpfad und aus JAR‐Archiven laden
Pfeil 7.1.6 Die Schnittstellen Closeable, AutoCloseable und Flushable
Pfeil 7.2 Basisklassen für die Ein-/Ausgabe
Pfeil 7.2.1 Die abstrakten Basisklassen
Pfeil 7.2.2 Übersicht über Ein-/Ausgabeklassen
Pfeil 7.2.3 Die abstrakte Basisklasse OutputStream
Pfeil 7.2.4 Ein Datenschlucker *
Pfeil 7.2.5 Die abstrakte Basisklasse InputStream
Pfeil 7.2.6 Ströme mit SequenceInputStream zusammensetzen *
Pfeil 7.2.7 Die abstrakte Basisklasse Writer
Pfeil 7.2.8 Die Schnittstelle Appendable *
Pfeil 7.2.9 Die abstrakte Basisklasse Reader
Pfeil 7.3 Formatierte Textausgaben
Pfeil 7.3.1 Die Klassen PrintWriter und PrintStream
Pfeil 7.3.2 System.out, System.err und System.in
Pfeil 7.4 Die FileXXX-Stromklassen
Pfeil 7.4.1 Kopieren mit FileOutputStream und FileInputStream
Pfeil 7.4.2 Das FileDescriptor-Objekt *
Pfeil 7.4.3 Mit dem FileWriter Texte in Dateien schreiben
Pfeil 7.4.4 Zeichen mit der Klasse FileReader lesen
Pfeil 7.5 Schreiben und Lesen aus Strings und Byte-Feldern
Pfeil 7.5.1 Mit dem StringWriter ein String-Objekt füllen
Pfeil 7.5.2 CharArrayWriter
Pfeil 7.5.3 StringReader und CharArrayReader
Pfeil 7.5.4 Mit ByteArrayOutputStream in ein Byte-Feld schreiben
Pfeil 7.5.5 Mit ByteArrayInputStream aus einem Byte-Feld lesen
Pfeil 7.6 Datenströme filtern und verketten
Pfeil 7.6.1 Streams als Filter verketten (verschachteln)
Pfeil 7.6.2 Gepufferte Ausgaben mit BufferedWriter und BufferedOutputStream
Pfeil 7.6.3 Gepufferte Eingaben mit BufferedReader/BufferedInputStream
Pfeil 7.6.4 LineNumberReader zählt automatisch Zeilen mit *
Pfeil 7.6.5 Daten mit der Klasse PushbackReader zurücklegen *
Pfeil 7.6.6 DataOutputStream/DataInputStream *
Pfeil 7.6.7 Basisklassen für Filter *
Pfeil 7.6.8 Die Basisklasse FilterWriter *
Pfeil 7.6.9 Ein LowerCaseWriter *
Pfeil 7.6.10 Eingaben mit der Klasse FilterReader filtern *
Pfeil 7.6.11 Anwendungen für FilterReader und FilterWriter *
Pfeil 7.7 Vermittler zwischen Byte-Streams und Unicode-Strömen
Pfeil 7.7.1 Datenkonvertierung durch den OutputStreamWriter
Pfeil 7.7.2 Automatische Konvertierungen mit dem InputStreamReader
Pfeil 7.8 Kommunikation zwischen Threads mit Pipes *
Pfeil 7.8.1 PipedOutputStream und PipedInputStream
Pfeil 7.8.2 PipedWriter und PipedReader
Pfeil 7.9 Prüfsummen
Pfeil 7.9.1 Die Schnittstelle Checksum
Pfeil 7.9.2 Die Klasse CRC32
Pfeil 7.9.3 Die Adler32-Klasse
Pfeil 7.10 Persistente Objekte und Serialisierung
Pfeil 7.10.1 Objekte mit der Standardserialisierung speichern und lesen
Pfeil 7.10.2 Zwei einfache Anwendungen der Serialisierung *
Pfeil 7.10.3 Die Schnittstelle Serializable
Pfeil 7.10.4 Nicht serialisierbare Attribute aussparen
Pfeil 7.10.5 Das Abspeichern selbst in die Hand nehmen
Pfeil 7.10.6 Tiefe Objektkopien *
Pfeil 7.10.7 Versionenverwaltung und die SUID
Pfeil 7.10.8 Wie die ArrayList serialisiert *
Pfeil 7.10.9 Probleme mit der Serialisierung
Pfeil 7.11 Alternative Datenaustauschformate
Pfeil 7.11.1 Serialisieren in XML-Dateien
Pfeil 7.11.2 XML-Serialisierung von JavaBeans mit JavaBeans Persistence *
Pfeil 7.11.3 Die Open-Source-Bibliothek XStream *
Pfeil 7.11.4 Binäre Serialisierung mit Google Protocol Buffers *
Pfeil 7.12 Zum Weiterlesen
 
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7.5Schreiben und Lesen aus Strings und Byte-Feldern Zur vorigen ÜberschriftZur nächsten Überschrift

Zwei interessante Writer sind StringWriter und CharArrayWriter, weil sie die Ausgabe nicht in eine Datei, sondern in einen StringBuffer bzw. in ein Zeichen-Array schreiben. Die Felder werden automatisch vergrößert. Für Byte-Felder sind ByteArrayOutputStream und ByteArrayInputStream relevant. Die Klassen lassen sich exzellent für Testfälle nutzen, denn für eine Methode, die zum Beispiel in einen beliebigen Writer schreibt, ist es egal, ob sie zum Testen in einen StringWriter oder produktiv in einen FileWriter schreibt.

UML-Diagramm der Klassen StringWriter und CharArrayWriter

Abbildung 7.4UML-Diagramm der Klassen StringWriter und CharArrayWriter

 
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7.5.1Mit dem StringWriter ein String-Objekt füllen Zur vorigen ÜberschriftZur nächsten Überschrift

Die folgenden Programmzeilen werten einen StringWriter noch zu einem PrintWriter auf, damit wir die komfortablen printXXX(…)-Methoden verwenden können:

Listing 7.13com/tutego/insel/io/stream/StringWriterDemo.java, main()

StringWriter buffer = new StringWriter();
PrintWriter out = new PrintWriter( buffer );
out.print( "Christian" );
out.printf( "ist lieb.%n" );
out.println();
String result = buffer.toString();
System.out.println( result ); // Christian ist lieb.\n\n

Der parameterlose Konstruktor new StringWriter() legt einen internen Puffer mit der Größe 16 an (der Standardgröße eines StringBuffer-Objekts). Daneben existiert aber noch ein Konstruktor mit dem Parameter int, der die anfängliche Größe festsetzt. Ist die Zeichenkette, die der StringWriter später aufnimmt, auf jeden Fall größer als 16, sollte aus Effizienzgründen immer der zweite Konstruktor Verwendung finden. So muss sich das interne StringBuffer-Objekt bei wiederholten write(…)-Aufrufen nicht immer in der Größe ändern.

Mit den Methoden getBuffer() und toString() lesen wir den Inhalt wieder aus. Die Methoden unterscheiden sich darin, dass getBuffer() ein StringBuffer-Objekt zurückgibt und toString() das gewohnte String-Objekt. Eine Methode, die einen StringBuilder zurückgibt, fehlt.

class java.io.StringWriter
extends Writer
  • StringWriter()
    Erzeugt einen StringWriter mit der Startgröße 16.

  • StringWriter(int initialSize)
    Erzeugt einen StringWriter mit der angegebenen Größe.

  • StringBuffer getBuffer()
    Liefert den internen StringBuffer, keine Kopie.

  • String toString()
    Liefert den Puffer als String.

Die write(…)- bzw. append(…)-Methoden aus dem Writer sind so wie erwartet. close() ist leer implementiert, und so lassen sich auch nach dem Schließen Zeichen schreiben. Ebenso ist flush() leer implementiert.

 
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7.5.2CharArrayWriter Zur vorigen ÜberschriftZur nächsten Überschrift

Neben StringWriter schreibt auch die Klasse CharArrayWriter Zeichen in einen Puffer, doch diesmal in ein Zeichenfeld. Sie bietet zudem drei zusätzliche Methoden an: reset(), size() und writeTo(Writer):

class java.io.CharArrayWriter
extends Writer
  • CharArrayWriter()
    Erzeugt einen neuen CharArrayWriter mit einer Standardgröße.

  • CharArrayWriter(int initialSize)
    Erzeugt einen neuen CharArrayWriter mit einer Startkapazität von initialSize Zeichen.

  • void writeTo(Writer out)
    Schreibt den Inhalt des Puffers in einen anderen Zeichenstrom. Diese Methode ist recht nützlich, um die Daten weiterzugeben.

  • void reset()
    Setzt den internen Puffer zurück, sodass das CharArrayWriter-Objekt ohne neue Speicheranforderung genutzt werden kann.

  • int size()
    Liefert die Größe des Puffers.

  • char[] toCharArray()
    Gibt eine Kopie der Eingabedaten zurück. Es ist wirklich eine Kopie und keine Referenz.

  • String toString()
    Konvertiert die Eingabedaten in einen String.

Die write(…)- und append(…)-Methoden gibt der Writer vor. close() und flush() sind wie beim StringWriter leer.

 
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7.5.3StringReader und CharArrayReader Zur vorigen ÜberschriftZur nächsten Überschrift

Die Klassen StringWriter und CharArrayWriter schreiben in Strings oder Zeichenfelder und haben die entsprechenden Leseklassen StringReader und CharArrayReader. Beide erlauben das Lesen von Zeichen und Zeichenfolgen aus einem String bzw. aus einem Zeichenfeld. Sie leiten sich beide direkt aus Reader ab.

UML-Diagramm der Klassen StringReader und CharArrayReader

Abbildung 7.5UML-Diagramm der Klassen StringReader und CharArrayReader

Listing 7.14com/tutego/insel/io/stream/StringReaderDemo.java, main()

String s = "Hölle Hölle Hölle";
Reader sr = new StringReader( s );

char H = (char) sr.read();
char ö = (char) sr.read();

for ( int c; (c = sr.read()) != –1; )
System.out.print( (char) c );
class java.io.StringReader
extends Reader
  • StringReader(String s)
    Erzeugt einen neuen StringReader, der die Zeichen aus dem String s liest.

class java.io.CharArrayReader
extends Reader
  • CharArrayReader(char[] buf)
    Erzeugt einen CharArrayReader vom angegebenen Feld.

  • CharArrayReader(char[] buf, int offset, int length)
    Erzeugt einen CharArrayReader vom angegebenen Feld der Länge length und mit der angegebenen Verschiebung.

Die Klassen StringReader und CharArrayReader überschreiben die Methoden close(), mark(int), markSupported(), read(), read(char[] cbuf, int off, int len), ready(), reset() und skip(long). Sie unterstützen skip(int), mark(int) und reset().

[»]Hinweis

Das Zeichenfeld, das CharArrayReader erhält, wird intern nicht kopiert, sondern referenziert. Das heißt, dass nachträgliche Änderungen am Feld die aus dem Stream gelesenen Zeichen beeinflussen.

Vererbungsbeziehung StringReader und Reader

Abbildung 7.6Vererbungsbeziehung StringReader und Reader

 
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7.5.4Mit ByteArrayOutputStream in ein Byte-Feld schreiben Zur vorigen ÜberschriftZur nächsten Überschrift

Die Klasse ByteArrayOutputStream lässt sich gut verwenden, wenn mehrere unterschiedliche primitive Datentypen in ein Byte-Feld kopiert werden sollen, die dann später eventuell binär weiterkodiert werden müssen. Erstellen wir etwa eine GIF-Datei, müssen wir nacheinander verschiedene Angaben schreiben. So erstellen wir leicht eine Grafikdatei im Speicher. Anschließend konvertieren wir mit toByteArray() den Inhalt des Datenstroms in ein Byte-Feld:

Listing 7.15com/tutego/insel/io/stream/ByteArrayOutputStreamDemo.java, main()

try ( ByteArrayOutputStream baos = new ByteArrayOutputStream();
DataOutputStream out = new DataOutputStream( baos ) ) {
// Header
out.write( 'G' ); out.write( 'I' ); out.write( 'F' );
out.write( '8' ); out.write( '9' ); out.write( 'a' );
// Logical Screen Descriptor
out.writeChar( 128 ); // Logical Screen Width (Unsigned)
out.writeChar( 37 ); // Logical Screen Height (Unsigned)
// <Packed Fields>, Background Color Index, Pixel Aspect Ratio
// and so on.
out.flush();

byte[] result = baos.toByteArray();
System.out.println( new String(result) ); // GIF89a ...
}

Um komfortabel nicht nur primitive Bytes, sondern auch vorzeichenlose 16-Bit-Wörter schreiben zu können, nutzen wir DataOutputStream und zweckentfremden writeChar(char).

class java.io.ByteArrayOutputStream
extends OutputStream
  • ByteArrayOutputStream()
    Erzeugt ein neues OutputStream-Objekt, das die Daten in einem Byte-Feld abbildet.

  • ByteArrayOutputStream(int size)
    Erzeugt ein ByteArrayOutputStream mit einer gewünschten Pufferkapazität.

Mit die wichtigste Methode ist toByteArray(), die ein byte[] mit dem geschriebenen Inhalt liefert. reset() löscht den internen Puffer. Eine praktische Methode ist writeTo(OutputStream out). Hinter ihr steckt ein out.write(buf, 0, count), das das für uns nicht sichtbare interne Feld buf schreibt.

 
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7.5.5Mit ByteArrayInputStream aus einem Byte-Feld lesen Zur vorigen ÜberschriftZur nächsten Überschrift

Ein ByteArrayInputStream ist ein besonderer InputStream, der aus Byte-Feldern liest. Die Quelle der Daten, das Byte-Feld, wird im Konstruktor übergeben und intern nicht kopiert.

class java.io.ByteArrayInputStream
extends InputStream
  • ByteArrayInputStream(byte[] buf)
    Erzeugt ein neues ByteArrayInputStream-Objekt, das alle Daten aus dem Byte-Feld buf liest.

  • ByteArrayInputStream(byte[] buf, int offset, int length)
    Erzeugt ByteArrayInputStream, das einem Teil des Feldes Daten entnimmt.

 


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